Ein Service Level Agreement (SLA) ist die vertragliche Zusicherung messbarer Servicequalität: Es definiert Kennzahlen wie Verfügbarkeit, Reaktions- und Wiederherstellungszeiten, legt fest, wie gemessen und berichtet wird, und regelt die Folgen bei Verfehlung — üblicherweise Service Credits.
Gute SLAs schaffen beiden Seiten Klarheit: Der Kunde weiß, worauf er sich verlassen kann; der Dienstleister weiß, woran er gemessen wird. Entscheidend ist, dass die Kennzahlen zum Geschäft passen — und nicht nur juristisch klingen.
Was in ein belastbares SLA gehört
- Verfügbarkeit mit klarer Definition: Was zählt als Ausfall, was als Wartungsfenster?
- Reaktions- und Wiederherstellungszeiten je Schweregrad — inklusive Servicezeiten (8x5 bis 24/7).
- Mess- und Berichtsverfahren: Wer misst wie, und in welchem Rhythmus wird berichtet?
- Folgen bei Verfehlung: Service Credits, Eskalationsrechte, Kündigungsoptionen.
SLA, SLO und Serviceversprechen
Hinter einem SLA stehen intern Service Level Objectives (SLOs) — die Zielwerte, auf die der Betrieb ausgelegt ist. Das SLA ist die vertraglich zugesagte Untergrenze davon. Wichtig bei Managed Services: Kennzahlen wie eine Verfügbarkeitszahl allein sagen wenig, wenn Meldewege, Eskalation und Kommunikation im Störfall nicht ebenso klar geregelt sind. Ein 99,9-Prozent-Versprechen ohne definierte Reaktionszeit ist im Ernstfall wenig wert.