Ein Cloud On-Ramp ist der direkte, private Zugang vom Unternehmensnetz in eine Cloud — statt über das öffentliche Internet. Die Hyperscaler nennen ihre Varianten AWS Direct Connect, Azure ExpressRoute oder Google Cloud Interconnect; technisch dahinter steht immer eine dedizierte Anbindung mit planbarer Leistung.
Relevant wird das, sobald geschäftskritische Workloads in der Cloud laufen: Internet-Pfade schwanken in Latenz und Durchsatz, und bei großen Datenmengen werden Egress-Kosten und Stabilität zum Thema.
Wie kommt man an einen Cloud On-Ramp?
Der klassische Weg ist ein physischer Anschluss an einem Interconnection-Standort, an dem die Cloud präsent ist. Deutlich flexibler sind softwaredefinierte Interconnection-Plattformen wie Megaport, DE-CIX oder Console Connect: Ein physischer Zugang zur Plattform genügt, virtuelle Verbindungen zu AWS, Azure, Google und weiteren Zielen werden per Portal oder API in Minuten geschaltet — mit anpassbarer Bandbreite und kurzen Laufzeiten.
In der Praxis kombiniert man On-Ramps mit dem WAN-Design: Standorte erreichen die Cloud über das SD-WAN, zentrale Workloads über die private Anbindung — je Anwendung der passende Pfad.
Wann sich private Anbindung lohnt
- Geschäftskritische Anwendungen, die konstante Latenz und Durchsatz brauchen.
- Große Datenmengen, bei denen Egress über Internet-Pfade teuer oder instabil wird.
- Hybrid-Szenarien mit ständigem Verkehr zwischen Rechenzentrum und Cloud.
- Compliance-Anforderungen an definierte, private Übertragungswege.