Ein Cloud Access Security Broker (CASB) ist die Kontrollinstanz zwischen Nutzern und Cloud-Diensten: Er macht sichtbar, welche SaaS-Anwendungen tatsächlich genutzt werden, setzt Richtlinien für den Umgang mit Daten durch und erkennt riskante Konfigurationen in den Diensten selbst.
Der Auslöser ist fast immer Schatten-IT: Fachbereiche nutzen Cloud-Tools, von denen die IT nichts weiß — mit Unternehmensdaten außerhalb jeder Kontrolle. Ein CASB bringt diese Nutzung ans Licht und in geordnete Bahnen.
Wie arbeitet ein CASB?
Zwei Betriebsarten ergänzen sich: Inline sitzt der CASB im Datenpfad — meist integriert mit SWG und ZTNA in einer SSE-Plattform — und kann Aktionen in Echtzeit steuern: Uploads blockieren, Downloads auf verwalteten Geräten erlauben, riskante Freigaben verhindern. Per API verbindet er sich zusätzlich direkt mit den SaaS-Diensten und prüft dort ruhende Daten, Freigaben und Konfigurationen — etwa öffentlich geteilte Dokumente oder inaktive Admin-Konten.
Kombiniert mit Data Loss Prevention entsteht so eine durchgehende Kontrolle: Wer nutzt welchen Dienst, mit welchen Daten, unter welchen Bedingungen.
Typische CASB-Anwendungsfälle
- Schatten-IT-Inventar: welche Cloud-Dienste im Unternehmen wirklich genutzt werden.
- Richtlinien je Dienst und Gerät: Firmen-Tenant erlaubt, private Instanz nur lesend.
- Erkennung riskanter Freigaben und Fehlkonfigurationen in SaaS-Diensten.
- DSGVO-relevante Kontrolle, wo personenbezogene Daten in welche Dienste fließen.