Single Sign-on (SSO) bedeutet: Nutzer melden sich einmal beim zentralen Identity Provider an und erhalten danach Zugang zu allen angebundenen Anwendungen — ohne weitere Passwörter. Technisch übernehmen Standards wie SAML und OpenID Connect die sichere Weitergabe der Identität.
SSO ist weit mehr als Komfort: Es zentralisiert die Kontrolle. Authentifizierungsregeln, MFA und Kontosperrung wirken an einer Stelle für alle Dienste — und beim Austritt genügt ein Klick, um sämtliche Zugänge zu schließen.
Wie funktioniert SSO technisch?
Eine Anwendung, die einen nicht angemeldeten Nutzer sieht, leitet ihn zum Identity Provider (IdP) um. Dort erfolgt die Anmeldung — idealerweise mit MFA oder Passkey — und der IdP stellt ein signiertes Ticket aus (SAML-Assertion oder OIDC-Token), dem die Anwendung vertraut. Weitere Anwendungen erhalten ihre Tickets aus der bestehenden IdP-Sitzung, ohne erneute Anmeldung.
Die Sicherheit konzentriert sich damit auf die IdP-Sitzung: Ihre Härtung — starke Authentifizierung, Sitzungsdauer, Kontextprüfungen per Conditional Access — bestimmt das Schutzniveau aller angebundenen Dienste.
Was SSO dem Unternehmen bringt
- Ein Ort für Regeln: MFA, Passkeys und Zugriffsrichtlinien gelten sofort überall.
- Sauberes Offboarding: ein gesperrtes Konto schließt alle Anwendungen.
- Weniger Passwort-Wildwuchs — und weniger Wiederverwendung über Dienste hinweg.
- Volle Anmelde-Transparenz für Erkennung und Nachweise.